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Sommer-Tour 2009


Die Sommer-Tour 2009 führt uns in den westlichen Teil der Alpen. Wir freuen uns auf eine Tour durch 7 europäische Länder, gespickt mit 2.200 km Kurvenspaß und mehr als 35.000 Höhenmeter, die uns über die höchsten Pässe der Alpen führt. Beim abenteuerlichen Riverrafting lernen wir unsere eigenen Grenzen kennen und messen uns mit der Kraft ungebändigten Wassers. Im azurblauen Mittelmeer an der Côte d'Azur lassen wir für einen Moment die Seele baumeln, um Kraft für den nächsten Pass zu sammeln.

Sankt Gotthard Pass

Datum:

03.07.2009 - 12.07.2009

Distanz:

ca. 2.200 km

Eindrücke:

Fotos

Tourplan:

Gesamte Route

Einige Highlights der Tour:

Rafting

Ein Freizeitspaß für diejenigen, die die eigenen Grenzen kennenlernen wollen und sich in freier Natur mit der Kraft ungebändigten Wassers messen möchten: Riverrafting, der heiße Ritt durch weiße Gischt, das ist schon ein Wahnsinn! Wenn die Brecher auf's Boot krachen und nur die Stimme des Bootsführers einen noch vorantreibt: "Egal wie, Hauptsache, die Schüssel kommt durch!" Wenn sich Wellenberge immer wieder zu nichtgeahnter Höhe vor dem Boot auftürmen und das Raft knallend in Wellentäler einschlägt, bleibt garantiert kein Auge trocken! Als wichtiger Teil eines homogenen Teams paddeln Sie im Rhythmus der Gruppe, von Welle zu Welle. Das Wasser spritzt in die konzentrierten Gesichter. Ein paar Paddelschläge vollste Spannung. Links und rechts vom Boot steile Felswände. Noch eine kräftige Walze. Und dann, von einem Moment zum anderen - Ruhe, Entspannung und Weite - der vollkommene Kontrast!

Col de l'Iseran (2.770 m)

Bei der Fahrt über den ca. 77 km langen Col de l'Iseran könnte gelegentlich Herzrasen aufkommen. Den höchsten Punkt erreicht die im französischen Val d'Isere gelegene Strecke bei 2.770 m und gilt damit als der höchste befahrbare Gebirgspass der Alpen. Auf der Tour werden einige abenteuerliche Felswände, spektakuläre Abgründe sowie unbeleuchtete Tunnel passiert, wobei die steilsten Rampen bis zu 11 % Steigung aufweisen. Auf der Passhöhe bildet die aus Natursteinen errichtete Kapelle "Notre-Dame de Toute Prudence" vor der imposanten Gletscherkulisse ein sehr beliebtes Fotomotiv.

Col de la Bonette (2.715 m / 2.802 m)

Der auf 2.715 Höhenmetern gelegene Gebirgspass in den französischen Seealpen ist ein MUSS für Gipfelstürmer. Die Passstraße ist schmal, aber asphaltiert und windet sich sehr kurvenreich durch das enger werdende Tal zur Passhöhe. Die gesamte Strecke führt durch den sehr sehenswerten Parc national du Mercantour. In einer Hochgebirgsmulde liegt der Lac des Eissaupres (2.322 m) und nach einem weiteren Serpentinenanstieg sind die ehemaligen Militärunterkünfte von Restefond (2.569 m) erreicht. Von der Passhöhe aus führt eine zirka zwei Kilometer lange Ringstraße, die sich bis auf 2802 m schraubt (Europarekord), zu einem Parkplatz. Von hier aus sind es zum 2.862 m hohen Gipfel Cime de la Bonette nur noch wenige Minuten zu Fuß und es bietet sich eine exquisite Aussicht auf die Südwest-Alpen. Fälschlicherweise wird diese Strecke für den höchsten Alpenpass gehalten, allerdings gilt die sogenannte Bonetteschleife streng genommen nicht als Pass, da nicht zwei Täler miteinander verbunden werden.

Monaco

Das Fürstentum Monaco liegt an der französischen Riviera in der Nähe der italienischen Grenze am Fuß der französischen Seealpen. Mit seiner sehr geringen Fläche ist Monaco nach dem Vatikanstaat der zweitkleinste Staat der Welt. Im Palais du Prince residiert die Familie Grimaldi, das älteste noch herrschende europäische Fürstenhaus. Monte Carlo ist das Geschäftszentrum, hier konzentrieren sich auch die Theater, Kinos, Casinos und andere Vergnügungszentren.

Colle di Tenda (1.871 m)

Der Colle di Tenda zählt mit seinen 48 dicht übereinander liegenden Kehren auf der Südrampe zu den atemberaubendsten Passstrecken in den Alpen. Dieser Abschnitt ist mit durchschnittlich 10 % Steigung relativ steil und für begeisterte Motorradfahrer immer wieder ein verlockendes Erlebnis. Der auf 1.871 m hoch gelegene Pass verbindet die Seealpen mit den Ligurischen Alpen und ist somit ein Übergang zwischen Frankreich und Italien. Auf der Passhöhe befinden sich zahlreiche Festungen aus dem 19. Jahrhundert, die allerdings durch den Friedensvertrag von 1947 nutzlos wurden.

San-Bernardino-Pass (2.065 m)

Aufgrund der Erbauung des San-Bernardino-Tunnels im Jahr 1967 ist gerade die alte Strecke des San-Bernardino-Passes sowohl für den leidenschaftlichen Pässefahrer als auch für den naturbegeisterten Touristen von großer Bedeutung. Die kilometerlange Straße ist bei Steigungsmaxima von ca. 10 % gut ausgebaut sowie kurven- und kehrenreich. Auf der auf 2.065 m gelegenen Passhöhe breitet sich der kleine kristallklare See Laghetto Moesola aus und geht der Blick in Richtung Süden, so kann die Wärme vom Tessin noch förmlich wahrgenommen werden.

Stilfserjoch (2.757 m)

Das Stilfser Joch ist eine der attraktivsten Hochalpenstraßen. Mit seinen 2.757 m ist es der höchste Straßenpass Italiens und zählt zu den höchsten befahrbaren Alpenpässen insgesamt. Südlich des Stilfser Jochs beginnt das Ortler-Massiv, nördlich schließt sich die Dreisprachenspitze (2.843 m) an. Die etwa 50 km lange Passstraße mit ihren insgesamt 87 Kehren auf beiden Passrampen und einer maximalen Steigung von 14 % ist eine lohnende Herausforderung für jeden Zweirad-Fan. Die Passhöhe bietet einen herrlichen Ausblick auf einen der höchsten Gipfel der Ostalpen – den Ortler (3.905 m).


Tag 0: Freitag
(Anreise)

Individuelle Anreise nach Herrsching am Ammersee (nähe München). Treffen mit der Gruppe zum gemeinsamen Kennenlernen und Abendessen  im Kloster Andechs sowie Besprechung der nächsten Urlaubstage.

Tag 1: Samstag
(auf in die Alpen, ca. 310 km)

Von Herrsching aus fahren wir am Ostufer des Ammersees entlang. Es geht durch das Bayerische Oberland, über Weilheim, Peißenberg, Bad Kohlgrub, Oberammergau bis zum Schloss Linderhof. Hier legen wir eine erste größere Pause ein, um das Schloss zu bestaunen. Die Strecke bis hier hin ist zum Warmwerden gedacht und um uns auf das kommende Kurvenfeuerwerk vorzubereiten. Weiter geht es über Reutte und den Gaichtpass nach Sonthofen, zuvor überqueren wir jedoch noch den Oberjochpass mit seinen 106 Kurven. Anschließend verlassen wir Deutschland über den Riedbergpass, durchqueren den Bregenzer Wald mit Österreichs westlichsten Pass, dem Furkajoch, und pausieren kurz in Vaduz der Hauptstadt des Fürstentum Liechtensteins. Über den Luzisteig verlassen wir Liechtenstein und nähern uns unserer Unterkunft in Chur.

Route

Tag 2: Sonntag
(Rafting, ca. 260 km)

Am Sonntagmorgen starten wir relativ früh, da wir spätestens um 15:30 Uhr in Sion das Rafting starten wollen. Nach dem Frühstück verlassen wir Chur und biegen bei Bonaduz von der Hauptstraße 13 in Richtung Versam ab. Eine kleine Straße führt uns direkt an der Vorderrheinschlucht (dem Grand Canyon der Schweiz) vorbei. Ab Ilanz folgen wir der Hauptstraße 19, die uns über den Oberalppass führt. Um auch den Sankt-Gotthard-Pass und anschließend den Nufenenpass zu passieren, nehmen wir den kleinen Umweg über die Hauptstraße 2 liebend gern in Kauf. Ab Ulrichen folgen wir wieder der Hauptstraße 19 in Richtung Frankreich, bis wir in Sion eintreffen, wo schon das Raftingabenteuer der Güteklasse III-IV+ auf uns wartet.

Route

Tag 3: Montag
(höchster Pass der Alpen, ca. 315 km)

Von Sion sind es noch ca. 60 km bis zur französischen Grenze. Wir verlassen die Schweiz also über den Col des Montets. Bei guten Wetterverhältnissen sollten wir ab hier sogar schon den Mont Blanc sehen, welchen wir auf der Westseite umfahren. Über den Cormet de Roselend tauchen wir in die unvergleichlich schöne Berglandschaft des Nationalpark Vanoise ein. Wir durchqueren den Nationalpark von Nord nach Süd. Dabei müssen wir über den höchsten überfahrbaren Gebirgspass der Alpen, den Col de l’Iseran. Nach soviel Höhenluft dürfen wir uns auf unsere Unterkunft in Bardonecchia/Italien freuen.

Route

Tag 4: Dienstag
(über den Wolken, ca. 340 km)

Schon am Vormittag verlassen wir vorerst Italien über den Col de Montgenèvre. Weiter geht es über den Col d'Izoard, den Col de Vars immer weiter in südliche Richtung. Am frühen Nachmittag erreichen wir dann den höchsten Punkt der Kurvenfresser Tour 2009. Der Col de la Bonette ist mit seinen 2.715 m zwar nicht der höchste Pass der Alpen. Aber durch eine Schleife - der Cime de la Bonette - gelangen wir bei 2.802 m zum höchsten Punkt, der in den Alpen auf asphaltierter und durchgehender Straße anzufahren ist. Nach diesem Highlight bewegen wir uns weiter nach Süden. Hinter dem Col de Turini wird es immer flacher, aber auf keinen Fall weniger kurvig. Schließlich erreichen wir die Côte d'Azur und unsere Unterkunft in San Remo/Italien.

Route

Tag 5: Mittwoch
(Monaco, 0-130 km)

Der heutige Tag ist zum Erholen gedacht. Es sind keine Ausflüge geplant und wir übernachten im selben Hotel wie am Vorabend. Wer möchte, kann seinem Bike einen ganzen Tag Pause gönnen und z.B. einfach nur in das Mittelmeer springen. Natürlich kann man aber auch einen Kurztripp nach Nizza und Monaco machen oder sich eine der zahlreichen Sehenswürdigkeiten in der Nähe ansehen.

Route

Tag 6: Donnerstag
(Piemont, ca. 290 km)

Heute verlassen wir die Côte d'Azur in Richtung Norden. Noch am Vormittag überqueren wir den Colle di Tenda und verlassen damit endgültig die französischen Seealpen. Den Rest des Tages durchqueren wir die Region Piemont (zu Deutsch: am Fuß der Berge). Sollte es die Zeit zulassen, steht einer Sightseeing-Tour in Turin nichts im Wege. Unsere Unterkunft beziehen wir dann in Biella.

Route

Tag 7: Freitag
(Sankt Moritz, ca. 320 km)

Der gestrige Flachland-Ausflug endet heute abrupt. Vorbei geht es am Lago d'Orta, dessen Westufer an den Bergen des Monte-Rosa-Massiv (zweithöchstes Bergmassiv der Alpen) liegt, und dem Lago Maggiore, dessen Nordhälfte im schweizerischen Tessin gelegen ist. Über den San-Bernardino-Pass und den Splügenpass nähern wir uns unserer Unterkunft im Nobelskiort Sankt Moritz.

Route

Tag 8: Samstag
(Ammersee, ca. 340 km)

Wir verlassen Sankt Moritz über den Berninapass. Nach einem kurzen zollfreien Shopping-Stop in Livigno geht es weiter über den Passo di Foscagno und dem Stilfserjoch, dem mit 2.757 m zweithöchsten Punkt unserer Reise. Von hier aus durchqueren wir Österreich über den Reschenpass, durch das Inntal und über den Fernpass bis wir links von der Zugspitze Tirol verlassen. Das letzte Stück unserer Reise führt uns wieder durch das Bayerische Oberland vorbei an Garmisch-Partenkirchen, Murnach und Weilheim bis zur Unterkunft am Ammersee. Von hieraus brechen wir zur Abschlussparty in die Münchner Innenstadt auf.

Route

Tag 9: Sonntag
(Abreise)

Individuelle Abreise der Teilnehmer.